Punar Kaya - Erfrischung und Erneuerung

Punar KayaDer Begriff Punar Kaya entstammt der Landessprache des indischen Südstaates Kerala, dem Ursprungsland des Ayurveda und heißt übersetzt " Verjüngung", "Vitalisierung", "Wiedergeburt".
Punar Kaya-Darstellungen sind ausdrucksvolle, konzentriert ausgeführte, ineinander fließende Körperbewegungen. Sie bewirken einen optimalen Energiefluss und damit eine Erfrischung und Erneuerung von Körper und Geist.

Die Körperstellungen und Gesten haben Symbolcharakter und offenbaren über die Körpersprache die Weisheiten aus den Veden. Die dazu eingenommenen Mudras, d. h. spezielle Handhaltungen, unterstützen den Ausdruck und die Wirkung. Die Punar Kaya- Bewegungen enthalten viele Elemente aus dem indischen Tanz, Yoga und Kalari, der in Südindien erhalten gebliebenen Selbstverteidigungstechnik. Der traditionelle Ayurveda lehrt uns, dass der menschliche Körper an seiner Oberfläche mit 72000 Nadis, feinen Energiekanälen übersät ist. In 24 Stunden pulsiert das Prana, die Lebensenergie, 21600 Mal vollständig durch die Meridiane.

Die Übungen bewirken durch die Aktivierung des Pranas im ganzen Körper und der Öffnung der Energiezentren, der Chakren, einen sofortigen Effekt. Der Bewegungsapparat, die inneren Organe, das Nervensystem mit den Sinnesorganen und das Immunsystem werden gekräftigt. Das sexuelle Empfinden, die sexuelle Freude und Kraft verbessern und verfeinern sich.
Der Körper entwickelt einen aufrechten Gang, die Person gewinnt an Ausgeglichenheit und positiver Ausstrahlung.

Punar Kaya-Bewegungen werden in Indien von traditionellen Ayurvedafamilien seit mehr als 5000 Jahre praktiziert. Seit Generationen werden sie direkt vom Meister an den Schüler weitergegeben. Heute gibt es jedoch nur noch wenige Lehrer, die diese faszinierenden Darstellungen beherrschen und vermitteln können, da sich in Indien die Familien, die sich die Tradition und das alte Wissen bewahrt haben, zunehmend auflösen.

Eine einfache Variante aus der Vielzahl von Punar Kaya-Bewegungen haben wir auf DVD aufgenommen. Diese Bewegungen können von Gesunden und Kranken, von Alt und Jung, stehend oder sitzend ausgeführt werden.